International ChoreoLab Austria (ICLA)

Das International ChoreoLab Austria (ICLA) ist ein Pilotprojekt an der Donau-Universität Krems (DUK) in Kooperation mit dem Tanz Atelier Wien (TAW), das sich der universitären Weiterbildung im Kontext von zeitgenössischem Tanz/Performance und Choreografie widmet. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit einem erweiterten Choreografie-Begriff, der Tanz/Performance und theoretischen Exkurs interdisziplinär verbindet.

Das Konzept für das International ChoreoLab Austria wurde 2008 vom Choreografen und Tänzer Sebastian Prantl und der Pianistin Cecilia Li – den künstlerischen Leitern des Tanz Atelier Wien – gemeinsam mit dem Department für Arts und Management unter Gerhard Gensch ins Leben gerufen. Das Pilotprojekt schafft Schnittstellen zwischen interdisziplinären, choreografischen Positionen und einer kunstbasierten Forschung. Es eröffnet auf diese Weise einen lebendigen, praxisbezogenen wissenschaftlichen Diskurs mit Architektur, Musik, Film sowie auch Medizin, Sozialwissenschaften, Psychologie, Anthropologie und etablierten Bereichen an der DUK.

Der besondere Ausgangspunkt liegt in der Synergie zweier unterschiedlicher Institutionen und Örtlichkeiten:

  • Das Tanz Atelier Wien hat österreichischen Pionierstatus auf dem Gebiet der künstlerischen Interpretation von zeitgenössischem Tanz, Musik und interdisziplinären Positionen. Von seinem Laboratorium im Herzen Wiens aus erarbeitet es vielfältige Projekte und Produktionen und vernetzt sie international.
  • Die Donau-Universität Krems gilt als bahnbrechende, zukunftsweisende Institution in Bezug auf das Konzept des Lebenslangen Lernens.

Während der Pilotphase für ein universitäres Studienprogramm über eine kunstbasierte, interdisziplinäre Forschung in Choreografie (Performance Studies) wurden von 2009 bis 2011 innovative Ansätze zur Theorie und Praxis in diesem Feld untersucht. Die Praxis und die kontextuell relevanten Theorien in zahlreichen, übergreifenden Arbeitsfeldern wurden in drei exemplarischen Projektmodulen vorgestellt, erarbeitet und gelehrt. Die einzelnen Module zeichneten sich durch ein hohes Maß an Internationalität und einzigartiger Qualität in Bezug auf professionelle Vielfalt und Motivation bei den TeilnehmerInnen und Mitwirkenden aus. Jedes Modul widmete sich einem spezifischen, zeitgemäßen Arbeitsthema und legte einen speziellen Fokus auf eine Weltregion (Europa und Nordamerika; Afrika und Südamerika; Asien).

Nach einer Neustrukturierung an der Donau-Universität Krems sind die Fakultät für Kunst, Kultur und Bau (Renate Hammer, Eva Maria Stöckler und Gerald Trimmel) und das Tanz Atelier Wien (Sebastian Prantl und Cecilia Li) nun bei der konkreten Ausarbeitung des ChoreoLab als ein zwei-jähriges interdisziplinäres Studienprogramm mit einem international anerkannten Universitätsabschluss. Das Studium, das ab 2012 beginnen wird, kulminiert in zahlreichen künstlerischen Produktionen. Auf europäischer Ebene liegt ein weiteres Ziel darin, Joint Venture Programme und Produktionen zu entwickeln, die in Kooperation mit unterschiedlichen Universitäten in verschiedenen Ländern interdisziplinäre Aktivitäten fördern.

Detaillierte Information finden Sie auf www.icla.at (Donau-Universität Krems). Für weitere Informationen und Anfragen können Sie uns gerne auch per Email oder Telefon kontaktieren.

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