Generation(s) Dance Lab

Philosophie

Die inspirierenden künstlerischen Rahmenbedingungen im Nahverhältnis des TAW-Ensembles bieten Möglichkeiten, sowohl innerhalb einzelner Projektserien als „Understudies“ als auch  durch  die Partizipation an LABs die eigenständige, künstlerische Arbeit  weiter zu entwickeln.

„Aufgrund seines umfangreichen Schaffens seit den späten achtziger Jahren in Wien kann Sebastian Prantl auf ein umfassendes Ausmaß an künstlerischem Kapital zurückgreifen. Diese Ressourcen sollen effizient im Sinne einer Potentialübertragung an die nächste Generation von Körpermenschen weitergegeben werden, um dem Spektrum an möglichen Ansätzen für TänzerInnen eine Komponente hinzuzufügen, die nicht unter den konventionellen Körpertechniken der diversen Studios und Tanzinstitutionen hierzulande zu finden ist. Vor allem die für den Künstler bedeutungsvolle hermeneutische, selbstreflexive Komponente von Improvisation, bzw. „real time composition“, welcher das Hauptaugenmerk in Prantls Œuvre gilt, wird im Milieu unterschätzt. Gerade wegen dieses Ansatzes wird das Bewegungslaboratorium seinem Namen gerecht: das Experiment strebt die Findung von Dramaturgie in der menschlichen Seele, freigelegt durch das Momentane und Unerwartete, an. Ziel des Labs ist es, die performative Qualität eines solchen experimentellen Arbeitsansatzes unter Beweis zu stellen. Diese soll in adäquaten Formaten in verschiedenen Stadien der Arbeit des Labs dem Publikum präsentiert werden.

Langfristig soll mit dem Generation(s) Dance Lab (GDL)  eine Plattform für die gründliche Erarbeitung von Improvisationstanz geschaffen und eine Kontinuität etabliert werden, die Raum für intensive künstlerische Erfahrungswerte bereitstellt.

Die Wissensübertragung soll hier generationsübergreifend geschehen – auch was die Vermittler betrifft. Neben Sebastian Prantl als künstlerischem Leiter werden aus dem jüngeren österreichischen Tanzmilieu: Manuel Wagner (klassische Ballettausbildung an der Ballettschule der Wiener Staatsoper)  u.a.als Dozenten/Mediatoren eingesetzt. Ihre  tänzerischen Fertigkeiten decken auch die eingangs erwähnten „konventionellen“ Körpertechniken (wie u.A.: Akrobatik, Hip Hop/Breakdance, Klassisches Ballett, Jazzdance, Barocktanz, Folklore, Modern, und div. zeitgenössische Bodentechniken) ab.

Die Funktion des Tanzes als autonomes, nonverbales Medium, spricht im Rahmen der Workshopsituation für sich selbst: Durch die Körperkunst wie durch  Musik und andere Medien kann ein unmittelbarer Austausch von Information stattfinden, insbesondere im Generationendiskurs, welcher im Normalfall durch die Analytik der Sprache korrumpiert wird. Ziel ist es, durch die Kraft der Körperlichkeit die oft undienliche Macht der Worte sowie die Kluft zwischen den Generationen für die Dauer des Workshops unschädlich machen.“

(Manuel Wagner , TAW Ensemble)

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Hintergrund

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