Brief an Ophelia

Hamlet tritt an Gemeinplätzen der Zukunft auf. Ein Virus hat große Teile der Bevölkerung dahingerafft. Menschen sind isoliert voneinander, einerseits um der Verbreitung dieses tödlichen Virus vorzubeugen, andererseits um den Ausbruch unkontrollierbarer Emotionen zu verhindern, die unweigerlich zu Gewalttätigkeiten führen würden.

Hamlet ist emotional und körperlich geschwächt durch die Isolation und durch die verseuchte Umwelt, vor der auch die Abgeschlossenheit nicht schützt. Verfolgt von Bildern, sucht er nach einem Ausweg. Er versucht sich an die Zeit zu erinnern, in der Kommunikation noch möglich war – das Stück ist Hamlets poetische Antwort auf diese unerträglichen Lebensumstände.


Choreographie: Sebastian Prantl
Konzept: Kristin Lovejoy, Sebastian Prantl, Penelope Wehrly
TänzerInnen/DarstellerInnen: Corinne Echenstein, Elio Gervasi, Dorothea Hübner, Aurelia Staub, Kurt Studer, Sebastian Prantl
Rauminstallationen/Licht: Penelope Wehrly
Licht/Technik: Martin Walitza
Organisation: Gertraud Morocutti

[Tanz Atelier Sebastian Prantl, Oktober 1989]

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